wie

wie

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1wie [vi:] <Adverb>:
1. <interrogativ>
a) auf welche Art und Weise:
wie soll ich das machen?; wie komme ich von hier aus zum Bahnhof?
b) in welcher Menge, in welchem Maß, in welcher Anzahl?:
wie viel[e] Kinder haben Sie?; wie oft spielst du Tennis?; wie viel Mehl braucht man für diesen Kuchen?; wie warm war es heute?
2. <relativisch>
a) auf welche Art und Weise:
mich stört die Art, wie er isst und trinkt.
b) in welchem Maße:
die Preise steigen in dem Maße, wie die Löhne erhöht werden; ich weiß nicht, wie viel (wie viel Geld) sie verdient.
3. drückt als Ausruf Erstaunen, Freude, Bedauern o. Ä. aus: wie dumm, dass du keine Zeit hast!; wie schön du bist!; <auch allein stehend> drückt Erstaunen, Entrüstung u. Ä. aus: wie! Du willst nicht mitgehen?; bestätigt und verstärkt in Verbindung mit »und« das vorher Gesagte: ist es kalt draußen? Und wie!
  2wie [vi:] <Konj.>:
1.
a) schließt ein Satzglied oder ein Attribut an: sie ist so groß wie ich; eine Frau wie sie; ich fühle mich wie gerädert; alles ist wie immer.
b) in Vergleichssätzen: Wolfgang ist ebenso groß, wie sein Bruder im gleichen Alter war.
c) schließt Beispiele an, die einen vorher genannten Begriff veranschaulichen: Haustiere, wie Pferde, Schweine, Hühner.
2. verknüpft die Glieder einer Aufzählung: Männer wie Frauen nahmen daran teil; das Haus innen wie außen renovieren.
Syn.: sowie, und, und auch, wie auch.
3. leitet einen Objektsatz ein: ich sah, wie das Kind auf die Straße lief.

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wie
I 〈Interrogativadv.; in direkten u. indirekten Fragen〉
I.I 〈allein stehend〉 \wie?, \wie bitte? was hast du, was haben Sie gesagt?; das war doch sehr schön, \wie? 〈umg.〉 nicht wahr?
I.II 〈mit Verben〉 auf welche Weise? ● \wie gefällt Ihnen das Buch?; \wie geht's, \wie geht es dir?; \wie kommt es, dass ...? was ist die Ursache davon, dass ...?; \wie macht man das?; er erzählte, \wie er es gemacht hatte; \wie meinen Sie das?; sein: \wie wäre es, wenn wir ins Kino gingen? was hälst du, was halten Sie denn von dem Vorschlag, dem Gedanken, dass ...?
I.III 〈mit Adj.〉 in welchem Maß, in welchem Grade? ● \wie alt ist er? welches ist sein Alter?; \wie hoch ist dieser Berg?; \wie spät ist es? wie viel Uhr ist es?; \wie viel welche Anzahl?, welche Menge?; \wie viel(e) Einwohner hat Hamburg?, ich muss erst nachsehen, \wie viel Geld ich noch habe; \wie viel(e) Personen waren anwesend?; \wie viel ist, macht drei mal vier?; \wie viele Mal(e); 〈aber〉 →a. wievielmal; \wie weit ist es bis zum Museum? was für eine Entfernung
I.IV 〈mit Adv.〉 \wie lange willst du noch bleiben? wie viel Zeit?; \wie lange dauert es noch?; \wie oft bist du dort gewesen?; ich weiß nicht, \wie oft ich ihm das schon verboten habe 〈in Ausrufen〉
II 〈Interrogativadv.; in Ausrufen
II.I 〈allein stehend〉 wirklich? ● \wie! (Ausruf des Erstaunens, der Überraschung); \wie, hat er das wirklich gesagt?
II.II 〈vor Verben〉 sehr, so ● \wie habe ich mich gefreut, als ...! ich habe mich so gefreut, sehr gefreut; \wie haben wir gelacht, als ... wir haben sehr gelacht
II.III 〈vor Adj.〉 \wie dumm! das ist sehr dumm!; \wie froh waren sie, als ... sie waren so froh, als ...; \wie hübsch! ach, ist das hübsch!; \wie merkwürdig! das ist sehr merkwürdig!; \wie schrecklich! das ist ja schrecklich!; \wie viel sehr viel, so viel; und \wie viel das gekostet hat! das hat sehr viel gekostet; \wie viel Schönes habe ich auf dieser Reise gesehen!
II.IV 〈mit Adv.〉 \wie oft habe ich dir das schon gesagt! ich habe es dir schon so oft gesagt!; \wie schade! das ist sehr schade; \wie sehr würde ich mich freuen, wenn ...! ich würde mich sehr freuen, wenn ...; und \wie! (als Antwort) ja, sehr!, ja, außerordentlich!
III 〈Konj.; vergleichend〉 im gleichen Maße, in der Art eines, einer ..., gleich einem, einer ...
III.I 〈vor Pronomen〉 es ist einer \wie der andere; einer \wie der andere 〈umg.〉 alle miteinander; in einem Falle \wie diesem muss man ...; ein Mann \wie er; das kannst du so gut \wie ich
III.II 〈vor Substantiven〉 stark \wie ein Bär; ein großer Dichter \wie Heine; der Junge sah aus \wie ein Schornsteinfeger; sie ist (ebenso) hübsch \wie ihre Schwester; S \wie Siegfried (beim Buchstabieren, bes. am Telefon) gleich
III.III 〈mit Verben〉 \wie es zu gehen pflegt so pflegt es zu gehen; \wie sich's gehört in der Art guter Manieren; \wie gehabt 〈umg.〉 ähnlich, gleich den früheren Vorgängen, Malen; so \wie die Dinge jetzt liegen nach dem jetzigen Stand der Dinge; \wie man sagt, hat er ... dem Gerücht nach, die Leute sagen, er habe ...; \wie (schon) gesagt, habe ich ... um es noch einmal zu wiederholen; \wie man sieht, ist alles noch beim Alten; \wie dem auch sei, wir wollen es (trotzdem) versuchen; alles bleibt, \wie es war; ich weiß, \wie es ist, wenn ...; so \wie er nun einmal ist; schlau, \wie er ist, hat er sofort ... da er schlau ist ...; \wie die Tat (erg.: ist), so der Lohn 〈Sprichw.〉; mittags ging ich, \wie ich es immer tue, spazieren
III.IV 〈vor Adj.〉 der Schrank ist so breit \wie hoch; der Schrank sieht wieder aus \wie neu als ob er neu wäre; \wie reich er auch sein mochte, er konnte doch nicht helfen obwohl er so reich war; er ist so gut \wie taub er ist fast ganz taub
III.V 〈vor Adv., Konj. u. Abtönungspartikeln〉 das musst du anders machen! \wie denn?; es war so schön \wie noch nie; und es war, \wie schon so oft ...; \wie wenn 〈umg.; besserals ob; es war, \wie wenn Schritte über den Flur tappten
IV 〈Konj.; temporal, im Präs.; im Prät. nur: „als“〉 und \wie ich aus dem Fenster schaue, sehe ich...
[<mhd. wie <ahd. (h)wio, got. haiwa;wer]

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1wie <Adv.> [mhd. wie, ahd. (h)wio]:
1. <interrogativ>
a) auf welche Art u. Weise, auf welchem Wege, mit welchen Mitteln?:
w. funktioniert das?;
w. hast du das gemacht?;
w. kommt man von hier aus zum Bahnhof?;
ich weiß nicht, w. es dazu gekommen ist;
w. kann ich es am besten erklären?;
ich frage mich, w. er das so schnell fertiggebracht hat;
wir müssen es machen, ich frage mich nur noch w.;
w. man es auch macht (gleichgültig, auf welche Weise man es macht), es ist ihr nie recht;
w. kommst du dazu (was veranlasst dich dazu), ihn zu schlagen?;
w. kommt es (was sind die Ursachen dafür), dass heute alle Züge Verspätung haben?;
w. (woher) soll ich das wissen?;
w. (in welchem Sinne) ist das zu interpretieren?;
w. (in welcher Form) kommt Eisen in der Natur vor?;
»Er ist zurückgetreten.« – »Wie das«? (ugs.; was sind die näheren Umstände, die Gründe, die Ursachen o. Ä.?);
w. soll man da nicht lachen! (da muss man doch lachen!);
w. heißt sie? (welchen Namen hat sie?);
w. sagt man dafür (welchen Ausdruck gibt es dafür) in der Schweiz?;
w. [bitte]? (was sagtest du?);
w. war das? (ugs.; würdest du das bitte wiederholen?);
du sagst, ich hätte schneller kommen müssen – wie konnte ich denn/wie denn? (auf welche Weise denn?; das war doch gar nicht möglich);
<in Ausrufesätzen:> w. er das wieder geschafft hat!;
b) durch welche Merkmale, Eigenschaften gekennzeichnet?:
w. war das Wetter?;
w. ist deine neue Chefin?;
w. war es in Spanien?;
w. geht es ihm?;
w. läuft der neue Wagen?;
w. findest du das Bild?;
w. gefällt es dir?;
w. wärs mit einem Whisky? (hast du Lust auf einen Whisky?);
[na, und] w.? (landsch.; wie geht es denn?);
<in Ausrufesätzen:> w. du aussiehst!;
c) in welchem Grade?:
w. groß ist das Grundstück?;
w. teuer war der Mantel?;
w. gut kennst du ihn?;
w. spät (welche Uhrzeit) ist es?;
w. (wie viel Jahre) alt bist du?;
w. oft habt ihr euch getroffen?;
w. sehr liebst du ihn?;
w. viel Geld hast du noch?;
w. viel[e] Personen sind wir?;
w. viel Uhr (wie spät) ist es?;
w. viel ist (was ergibt) acht mal acht?;
w. viel (wie viel Geld) kostet das?;
w. viel (wie viel Alkohol) hast du schon getrunken?;
w. viel bin ich Ihnen schuldig? (was muss ich zahlen?);
w. viel jünger ist sie [als du]?;
w. viel (wie viel Kilogramm o. Ä.) wiegst du?;
ich weiß nicht, w. viel Zeit du hast;
<steht im Satzinnern od. am Satzende, wenn mit einem gewissen Nachdruck gefragt wird:> er hat w. lange auf uns gewartet, sagtest du?;
das Mädchen war damals w. alt?;
das hat w. viel gekostet?;
<fragt in Verbindung mit »viel« nach einer Nummer; ugs.:> Zeppelinstraße [Nummer] w. viel wohnt er?;
Band w. viel soll jetzt erscheinen?;
<in Verbindung mit »auch«, »immer«, »auch immer«:> w. viel sie auch (gleichgültig, wie viel sie) verdient/w. sehr sie sich auch immer bemüht, er ist nie zufrieden;
<gibt in Ausrufesätzen einen hohen Grad, ein hohes Maß an:> w. er sich freut!;
w. viel schöner wäre das Leben, wenn dies gelingen würde!;
w. viel Zeit das wieder kostet!;
mit w. viel Liebe sie sich doch dieser Menschen angenommen hat!;
den haben sie reingelegt, aber w. (ugs.; und zwar ganz schlimm), kann ich dir sagen!;
»Ist es kalt?« – »Und w.!« (ugs.; ja, und zwar sehr);
w. (wie schnell) sie läuft!;
d) (ugs.) als bekräftigende, bestätigende Frage nach einer Feststellung; so ist es doch; nicht wahr:
das ärgert dich wohl, w.?;
du kannst nicht genug bekommen, w.?
2. <relativisch>
a) auf welche Art u. Weise, auf welchem Wege, in welcher Weise; mit welchen Mitteln:
die Art, w. es sich entwickelt hat;
mich stört nur [die Art u. Weise], w. sie es macht;
b) in welchem Grad, Ausmaß:
die Preise steigen in dem Umfang, w. die Löhne erhöht werden.
2wie <Konj.> [vgl. 1wie]:
1. <Vergleichspartikel>
a) schließt, oft in Korrelation zu »so« u. a., ein Satzglied od. ein Attribut an:
[so] weiß w. Schnee;
stark w. ein Bär;
mit Hüten w. (so groß wie) Wagenräder;
das riecht w. Benzin;
seine Hand streifte w. zufällig ihren Nacken;
da geht es dir w. mir;
w. durch ein Wunder blieb sie unverletzt;
ein Mann w. er;
in einer Zeit w. der heutigen;
ich fühle mich w. gerädert;
er macht es [genauso] w. du;
so schnell w. möglich;
sie ist doppelt, nur halb so alt w. sie;
er kam w. immer zu spät;
das schreibt man mit »N« w. »Nordpol«;
er kann spielen w. keiner, w. selten einer;
R w. du mir, so ich dir (was du mir Übles antust, das tue ich dir auch an);
b) schließt ein od. mehrere zur Veranschaulichung eines vorher genannten Begriffs angeführte Beispiele an:
Entwicklungsländer w. [zum Beispiel, beispielsweise, etwa, meinetwegen] Somalia oder Tansania;
Haustiere w. Rind[er], Schwein[e], Pferd[e];
c) schließt, oft in Korrelation zu »so« u. a., einen Nebensatz an:
sie ist jetzt so alt, w. ich damals war;
es kam, w. ich es erwartet hatte;
er trinkt den Wein, w. andere Leute Wasser trinken;
ich ging so, w. ich war, mit ihr hinaus;
raffiniert, w. er ist, hat er mich darüber im Unklaren gelassen;
alle, w. sie da sitzen (ausnahmslos alle, die da sitzen), haben mit dem Fall zu tun;
die Formel lautet[,] w. folgt (folgendermaßen);
w. verabredet (wie wir verabredet haben), sehen wir uns morgen;
sie schlief w. gewöhnlich (wie sie es gewöhnlich tut) nur eine halbe Stunde;
w. schon der Name sagt (worauf schon das Wort hindeutet);
d) in Verbindung mit »wenn«; als ob:
es sieht aus, w. wenn es regnen wollte;
er torkelt, w. wenn er betrunken wäre.
2.
a) (nicht standardsprachlich) steht bei Vergleichen nach dem Komparativ sowie nach »ander…«, »anders« u. Zusammensetzungen mit diesen; 2als:
er ist größer w. du;
sie macht es anders w. ich;
b) (ugs.) steht nach »nichts«; außer, 2als (2 b):
sie hat nichts w. (hat nur) Dummheiten im Kopf;
nichts w. hin! (lass uns schnellstens hinlaufen, -fahren usw.!).
3. verknüpft die Glieder einer Aufzählung; sowie, und [auch, gleichermaßen, ebenso usw.]:
Männer w. Frauen nahmen teil;
das Haus ist außen w. innen renoviert.
4. leitet, gewöhnlich nur bei Gleichzeitigkeit u. in Verbindung mit dem historischen Präsens, einen temporalen Nebensatz ein; 1als (1):
w. ich an seinem Fenster vorbeigehe, höre ich ihn singen.
5. leitet nach Verben der Wahrnehmung o. Ä. einen Objektsatz ein:
ich hörte, w. die Haustür ging;
ich spürte, w. es kälter wurde.

* * *

wie [mhd. wie, ahd. (h)wio]: I. <Adv.> 1. <interrogativ> a) auf welche Art u. Weise, auf welchem Wege, mit welchen Mitteln?: w. funktioniert das?; w. hast du das gemacht?; w. kommt man von hier aus zum Bahnhof?; w. kann ich es am besten erklären?; ich weiß nicht, w. es dazu gekommen ist; ich frage mich, w. er das so schnell fertig gebracht hat; wir müssen es machen, ich frage mich nur noch w.; w. man es auch macht (gleichgültig, auf welche Weise man es macht), es ist ihr nie recht; w. kommst du dazu (was veranlasst dich dazu), ihn zu schlagen?; w. kommt es (was sind die Ursachen dafür), dass heute alle Züge Verspätung haben?; w. (woher) soll ich das wissen?; w. (in welchem Sinne) ist das zu interpretieren?; w. (in welcher Form) kommt Eisen in der Natur vor?; »Er ist zurückgetreten.« - »Wie das?« (ugs.; was sind die näheren Umstände, die Gründe, die Ursachen o. Ä.?); wie soll man da nicht lachen! (da muss man doch lachen!); w. heißt er? (welchen Namen hat er?); w. sagt man dafür (welchen Ausdruck gibt es dafür) in der Schweiz?; w. [bitte]? (was sagtest du?); w. war das? (ugs.; würdest du das bitte wiederholen?); du sagst, ich hätte schneller kommen müssen. Wie denn? Wie konnte ich denn? (auf welche Weise denn?; das war doch gar nicht möglich); Der innerdeutsche Dialog, begrüßenswert und ertragreich, war ... »nicht immer ausgewogen«. Wie sollte er? (das konnte er gar nicht sein; Spiegel 1, 1984, 22); <in Ausrufesätzen:> w. er das wieder geschafft hat!; w. konnte sie sich nur so blamieren!; b) durch welche Merkmale, Eigenschaften gekennzeichnet?: w. war das Wetter?; w. ist deine neue Chefin?; w. ist euer gegenseitiges Verhältnis?; w. war es in Spanien?; w. geht es ihm?; w. läuft der neue Wagen?; w. findest du das Bild?; w. gefällt es dir?; w. wärs mit einem Whisky? (hast du Lust auf einen Whisky?); [na, und] wie? (landsch.; wie geht es denn?); <in Ausrufesätzen:> w. du aussiehst!; w. er wieder daherkommt!; w. sich das Kind wieder zugerichtet hat!; c) in welchem Grade?: w. groß ist das Grundstück?; w. teuer war der Mantel?; w. hoch ist der Kleiderschrank?; w. gut kennst du ihn?; w. spät (welche Uhrzeit) ist es?; w. (wie viel Jahre) alt bist du?; w. oft habt ihr euch getroffen?; w. sehr liebst du ihn?; w. viel[e] Personen sind wir?; w. viel Geld hast du noch?; W. viel Tiere wirklich in der Feuerlohe ... verbrannten, weiß bis jetzt niemand genau (Hörzu 38, 1975, 6); w. viel ist (was ergibt) acht mal acht?; w. viel Uhr (wie spät) ist es?; w. viel (wie viel Geld) kostet das?; w. viel (wie viel Alkohol) hast du schon getrunken?; w. viel bin ich Ihnen schuldig? (was muss ich zahlen?); w. viel jünger ist sie [als du]?; w. viel (wie viel Kilogramm o. Ä.) wiegst du?; ich weiß nicht, w. viel Zeit du hast; steht im Satzinnern od. am Satzende, wenn mit einem gewissen Nachdruck gefragt wird:> er hat w. lange auf uns gewartet, sagtest du?; das Mädchen war damals w. alt?; das hat w. viel gekostet?; Letzte Woche zum Beispiel hast du w. viel geschlafen? (Fichte, Wolli 349); <fragt in Verbindung mit »viel« nach einer Nummer; ugs.:> Zeppelinstraße [Nummer] w. viel wohnt er?; Band w. viel soll jetzt erscheinen? <in Verbindung mit »auch«, »immer«, »auch immer«:> w. viel er auch (gleichgültig, wie viel er) verdient, er ist nie zufrieden; w. viel du auch immer zugenommen hast, man sieht es dir kaum an; <gibt in Ausrufesätzen einen hohen Grad, ein hohes Maß an:> w. er sich freut!; w. viel Zeit das wieder kostet!; mit w. viel Liebe sie sich doch dieser Menschen angenommen hat!; w. viel Armut es doch immer noch gibt! w. viel schöner wäre das Leben, wenn dies gelingen würde!; Der Verbannte hatte unter den Rätseln dieser Küste gewiss ebenso gelitten wie er - aber w. viel mehr musste Naso ... über diese Rätsel und ihre Lösungen in Erfahrung gebracht haben (Ransmayr, Welt 223); w. (wie schnell) sie läuft!; den haben sie reingelegt, aber w. (ugs.; und zwar ganz schlimm), kann ich dir sagen!; »Ist es kalt?« - »Und w.!« (ugs.; ja, und zwar sehr!); Fünfunddreißig Gäste hat er bewirtet. Fünfunddreißig! Und w.! (und zwar hervorragend; Brot und Salz 243); d) (ugs.) als bekräftigende, bestätigende Frage nach einer Feststellung; so ist es doch; nicht wahr: das ärgert dich wohl, w.?; du kannst nicht genug bekommen, w.?; Hast mir wohl nicht geglaubt, dass ich die Moneten auftreibe, w.? (Ziegler, Labyrinth 98). 2. <relativisch> a) auf welche Art u. Weise, auf welchem Wege, in welcher Weise; mit welchen Mitteln: die Art, w. es sich entwickelt hat; mich stört nur [die Art u. Weise], w. sie es macht; in dem Stil, w. er jetzt angewandt wird, kann es nicht weitergehen; b) in welchem Grad, Ausmaß: die Preise steigen in dem Umfang, w. die Löhne erhöht werden; in dem Maße, w. der Markt sich entwickelt, kann die Produktion ausgebaut werden. II. <Konj.> 1. <Vergleichspartikel> a) schließt, oft in Korrelation zu »so« u. a., ein Satzglied od. ein Attribut an: [so] weiß w. Schnee; stark w. ein Bär; mit Hüten w. (so groß wie) Wagenräder; er macht Armbewegungen w. beim Brustschwimmen; dann rief sie laut ... und hielt die Arme w. eine Schüssel (Grass, Butt 693); hier geht es zu w. in einem Irrenhaus; das riecht w. Benzin; Das Drakul bellt w. wild (Frischmuth, Herrin 127); es gibt keine rauen Stellen, alles ist von der Flut ... w. geschliffen (natur 8, 1991, 48); seine Hand streifte w. zufällig ihren Nacken; da geht es dir w. mir; w. durch ein Wunder blieb sie unverletzt; ein Mann w. er; So einen Saufkumpel w. ihn werd ich wohl nie wieder finden (Bukowski [Übers.], Fuck 119); in einer Zeit w. der heutigen; ich fühle mich w. gerädert; er macht es [genauso] w. du; sie ist doppelt, nur halb so alt w. sie; so schnell w. möglich; w. immer; das schreibt man mit »N« w. „Nordpol“; er kann spielen w. keiner, w. selten einer; R w. du mir, so ich dir (was du mir Übles antust, das tue ich dir auch an); b) schließt ein od. mehrere zur Veranschaulichung eines vorher genannten Begriffs angeführte Beispiele an: Entwicklungsländer w. [zum Beispiel, beispielsweise, etwa, meinetwegen] Somalia oder Tansania; bei den Regierungen und Notenbanken der Industrieländer w. Japans und der Bundesrepublik (NZZ 24. 8. 83, 9); Die Sächsische Landesbibliothek möchte ... das ... entsprechende Material w. Aufrufe, Flugblätter und dergleichen in den Bestand aufnehmen (Freie Presse 30. 12. 89, 4); Haustiere w. Rind[er], Schwein[e], Pferd[e]; c) schließt, oft in Korrelation zu »so« u. a., einen Nebensatz an: sie ist jetzt so alt, w. ich damals war; es kam, w. ich es erwartet hatte; er trinkt den Wein, w. andere Leute Wasser trinken; ich ging so, w. ich war, mit ihr hinaus; raffiniert, w. er ist, hat er mich darüber im Unklaren gelassen; alle, w. sie da sitzen (ausnahmslos alle, die da sitzen), haben mit dem Fall zu tun; die Formel lautet[,] w. folgt (folgendermaßen); w. verabredet (wie wir verabredet haben), sehen wir uns morgen; sie schlief w. gewöhnlich (wie sie es gewöhnlich tut) nur eine halbe Stunde; w. schon der Name sagt (worauf schon das Wort hindeutet); Doch, w. auch immer (sei es, wie es wolle, wie es sich auch verhält) - es hat nicht genügt (Spiegel 5, 1979, 24); d) in Verbindung mit »wenn«; als ob: es sieht aus, w. wenn es regnen wollte; er torkelt, w. wenn er betrunken wäre. 2. a) (nicht standardsprachlich) steht bei Vergleichen nach dem Komparativ sowie nach »ander...«, »anders« u. Zusammensetzungen mit diesen; als (II 1): er ist größer w. du; du frisst mehr w. eine Sau, friss nicht so viel, es bleibt ja nichts mehr für die Sau (Wimschneider, Herbstmilch 12); sie macht es anders w. ich; er wohnt ganz woanders w. ich; Der eine ist verrückter w. der andere. Im Endeffekt sind wir alle gleich (Spiegel 48, 1982, 81); b) (ugs.) steht nach »nichts«; außer, ↑als (II 1 b): sie hat nichts w. (hat nur) Dummheiten im Kopf; nichts w. hin! (lass uns schnellstens hinlaufen, -fahren usw.!); Nichts w. (nur) Ärger (Hörzu 6, 1978, 68); nichts w. (nur schnell) hinaus (M. Walser, Seelenarbeit 70). 3. verknüpft die Glieder einer Aufzählung; sowie, und [auch, gleichermaßen, ebenso usw.]: Männer w. Frauen nahmen teil; Dennoch warnen Mediziner w. Strahlenschützer vor der Bagatellisierung des Problems (Freie Presse 15. 2. 90, 3); Dieses Buch dürfte grünen w. konservativen Wirtschaftsideologen sauer aufstoßen (natur 10, 1991, 99); das Haus ist außen w. innen renoviert. 4. leitet, gewöhnlich nur bei Gleichzeitigkeit u. in Verbindung mit dem historischen Präsens, einen temporalen Nebensatz ein; als (I 1): w. ich an seinem Fenster vorbeigehe, höre ich ihn singen; Wie sie ins Hotel kommen, treten plötzlich zwei Bullen ... vor (B. Vesper, Reise 219); <bes. ugs., landsch. auch im Prät.:> Wie ich vier war, ist die Familie auseinander gerissen worden (Klee, Pennbrüder 23); Wie ich tief beschämt ... mich aufrichtete ..., öffnete sich die Tür (Jahnn, Geschichten 29). 5. leitet nach Verben der Wahrnehmung o. Ä. einen Objektsatz ein: ich hörte, w. die Haustür ging; ich spürte, w. es kälter wurde; Allerdings hatte er nicht gesehen, w. Andreas kam (Danella, Hotel 30).

Universal-Lexikon. 2012.

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